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In seinen ersten Lebensjahren hat dein Kind schon viele Erfahrungen gemacht. Eure Bindung hat sich aufgebaut und gefestigt. Dein Kind kann sich sprachlich ausdrücken und hat auch sich selbst, seine Vorlieben und Talente kennengelernt. Bisher hat seine kognitive Unreife aber noch verhindert sich in andere Menschen hineinzuversetzen. So konnte dein Kind bisher noch nicht verstehen, warum es sich entschuldigen oder Spielzeug teilen sollte. Dein Kind lebte bisher quasi ganz in seiner eigenen Welt. Das ändert sich jetzt mit etwa 5 Jahren, denn dein Kind kann jetzt verstehen, dass andere Menschen eine andere Sicht auf die Welt haben.

Die Welt wird komplex

Diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel ist ein großer Reifeschritt im Leben deines Kindes und er eröffnet deinem Kind ganz neue Möglichkeiten vor allem auch im Bezug auf Beziehungen zu anderen Menschen. Nun kann dein Kind sich auch auf andere Menschen einstellen und ist zunehmend in der Lage seine Bedürfnisse für eine Weile zurückzustellen. Dadurch wird der Bewegungsradius deines Kindes immer größer und dein Kind macht jetzt zunehmend auch Erfahrungen ohne dich.

Diese Emotionen bewegen dein Kind jetzt häufiger

Dein Kind zieht nun größere Kreise, auch immer öfter ohne dich, und dein Kind versteht nun immer mehr Zusammenhänge. Das kann dazu führen, dass dein Kind auch wieder mehr Sicherheit braucht, weil ihm die neue Freiheit mitunter auch wieder mehr Ängste auslöst. Außerdem können die verschiedenen Eindrücke verwirrend sein. So dass dein Kind vielleicht ungewöhnlich aufbrausend oder überschwenglich reagiert.

Das braucht dein Kind

Bedenke, dass dein Kind seinen Weg in einer unübersichtlichen Welt sucht. Dein Kind muss die Welt und sich selbst verstehen lernen. Wenn es zunehmend Erfahrungen ohne dich macht, muss es auch alleine mit den dazugehörigen Gefühlen umgehen. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn bei deinem Kind mal die Emotionen überschäumen.

Hilf deinem Kind die Welt zu verstehen, indem du es auf bestimmte Situationen vorbereitest. Erkläre ihm in Ruhe, was auf es zukommt und wie es sich am besten verhalten könnte. Z.B. wen es um Hilfe bitten könnte, falls dein Kind Unterstützung braucht. Und frag dein Kind dann auch hinterher, wie es gelaufen ist und ob es schwierige Situationen gegeben hat. So kannst du mit deinem Kind üben schwierige Situationen altersgerecht, gelassen zu meistern.