Wir sitzen unten in der Küche, die beiden 3-Jährigen spielen oben im Kinderzimmer. Da sagt er: Ich kann mich nicht konzentrieren, ich muss ständig daran denken, ob oben alles in Ordnung ist…Der Vater der Kindergartenfreundin ist ein Helikoptervater: Sie darf nicht alleine die Treppe gehen, weil er Angst hat, sie könnte fallen. Sie darf nur neben ihm Laufrad fahren, weil er Angst hat, sie könnte stürzen oder die Kontrolle verlieren. Sie darf im Restaurant ihr essen nicht alleine aussuchen, weil er denkt, dass sie sich nicht “richtig” entscheidet.⁣ Egal, was sie macht oder machen will: Die Gefühle des Vaters stehen immer im Vordergrund. Seine Angst, seine Sorge, seine Befürchtungen. Wir machen viele Witze über Helikoptereltern aber eigentlich ist es alles andere als lustig. Es ist etwas, was man sich anschauen sollte.⁣
Denn, wenn wir ständig sehr emotional auf die Bedürfnisse unserer Kinder reagieren, fangen unsere Kinder
irgendwann an auf uns zu reagieren. Und das ist einfach nicht ihre Aufgabe

Kinder haben Entwicklungsaufgaben

Sich verantwortlich für die Gefühle der Eltern zu fühlen gehört nicht dazu!

Die Aufgabe der Kinder ist es, sich auf sich zu konzentrieren und nicht immer schon mit einem Auge auf Mama und Papa zu schielen, ob sie es noch gut aushalten. WIR sind erwachsen und wir müssen Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen und wenn da unangenehme Gefühle sind, die wir nur in Schach halten können, indem wir das Verhalten unserer Kinder kontrollieren, dann stimmt etwas nicht. Dann sollten wir Hilfe annehmen, anstatt das Problem an unsere Kinder weiterzugeben.⁣

Helikoptereltern sind Menschen, denen es schwer fällt ihre eigenen Gefühle von denen der Kinder zu unterscheiden!

5 Tipps für Helikoptereltern

  • Atmen

Wenn wir unter Streß stehen, verändert sich auch unsere Atmung. Mit gezielt ruhigen Atemzügen können wir
uns beruhigen

  • Analysieren

Ist die Situation wirklich so, wie ich sie wahrnehme? Wie reagieren andere?

  • Orientieren

Wie gehen andere mit meinem Kind um? Was sagen andere über meinen Umgang?

  • Reflektieren

Kennst du diese Gefühle aus einer anderen Situation? Passen sie zur aktuellen Situation?

  • Hilfe annehmen

Deine Gefühle haben einen Grund und sehr wahrscheinlich liegt dieser in der Vergangenheit. Es ist keine
Schwäche, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil: Deine Gefühle zu ordnen, mit einer Beratung oder vielleicht auch
einer Therapie ist eine große Stärke und ein wichtiges Entwicklungsgeschenk an dein Kind.

Hilfe bekommst du übrigens auch jederzeit in der Kita-Sprechstunde

Dein*e Partner*in ist ein Helikopter? Tu das:

  • Nicht verurteilen

Das Verhalten und die Gefühle der Person haben Gründe 

  • Ruhe bewahren

Damit sprichst du in der Situation nonverbal die Einladung an die andere Person aus, auch ruhig zu bleiben

  •  Verhalten spiegeln

Sag z.B.: Du gehst jetzt hin, weil du es nicht aushältst! Deine Tochter wirkt zufrieden.

  •  Im Gespräch bleiben

Thematisiere immer wieder die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes, denn das ist es worum es geht. Bei Bedarf kannst du auch dein Hilfe anbieten.

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