Ressourcenorientiert Denken und Handeln

Alles, was wir hören ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen eine Perspektive, keine Wahrheit.

Marcus Aurelius

Als jemand, der täglich Eltern und Kinder begleitet, ist es für mich immer wieder wichtig, mir diese Haltung bewusst zu machen. Es ist nötig für mich, immer wieder alle Teile des Ganzen in den Blick zu nehmen und nicht zu bewerten.

Ich möchte Eltern das Gefühl geben, gesehen und gewertschätzt zu werden. Dabei muss ich nicht mit allem einverstanden sein. Jede Familie ist anders und einzigartig. Und jede Familie wünscht sich in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen zu werden.

Ich versuche zu verstehen:

Was bewegt euch.

Was treibt euch an.

Was motiviert euch.

Was ängstigt euch.

Was macht euch aus.

Was ist richtig? Was ist falsch?

In Erziehungsfragen geht es nicht um „besser oder schlechter“ sondern um „bewusster“. Es geht nicht darum, ob du dein Kind stillst oder mit der Flasche fütterst. Ob dein Kind im Familienbett oder im Gitterbett schläft. Es geht darum, wie bewusst du deine und die  Bedürfnisse deines Kindes wahrnehmen kannst, um darauf angemessen zu reagieren.

Für manche Eltern ist das völlig selbstverständlich. Manchen Eltern gelingt es meistens gut und manchmal nicht so gut. Und einigen Eltern ist gar nicht klar, dass es überhaupt eine Bedeutung hat, auf die kindlichen Bedürfnisse zu achten.

Der Grund dafür, liegt in ihrer eigenen Kindheit. Solange wir nicht hinterfragen, was unsere Kindheitserfahrungen mit uns gemacht haben, geben wir immer nur weiter, was wir erfahren haben. Das Gute genauso wie das weniger Gute.

Wenn wir über Erziehungsmethoden streiten, verstellen wir den Blick auf das Wesentliche. Besser ist es dagegen, dass wir uns ruhig und sachlich über die Vor-und Nachteile unseres Handelns austauschen:

  • Warum machst du die Dinge, wie du sie machst?
  • Welche Vorteile hat das?
  • Siehst du auch Nachteile?

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