Moderne Erziehung

Beim nächsten Workshop am 3.9. geht es um das Thema „moderne Erziehung“: Unsere Gesellschaft befindet sich in einem radikalen Wandel. Niemand kann so richtig sagen, wo die Reise hingeht. Gleichzeitig sind wir Eltern geprägt von Werten und einer Moral, die sprichwörtlich aus einem anderen Jahrhundert stammt. Ich frage mich manchmal, wie das zusammen passt. Was wollen wir denn als Eltern und vor allem: Tun wir das Richtige, um diese Ziele zu erreichen?

Ich arbeite mittlerweile seit 20 Jahren mit Kindern und Eltern und natürlich, hat sich meine Sicht auf die Dinge durch meine eigene Entwicklung verändert. Dennoch habe ich auch das Gefühl, dass sich Elternschaft verändert hat. „Früher“ waren die Dinge einfach mehr so, wie sie waren. Heute hinterfragen wir stark und vor allem viel. Durch die digitale Revolution haben wir aber auch ganz andere Möglichkeiten uns, und unsere Erziehung zu hinterfragen. Mir scheint es so, dass Elternschaft dadurch unsicherer wird. Und ich erlebe Eltern häufig als unsicher. Durch Überinformation und natürlich auch die Vielfalt an Möglichkeiten.

Welche Fragen stellst du dir?

In meinen Augen ist bindungsorientierte Erziehung und eine klare Haltung der Eltern das Beste für Kinder. Doch dahin zu kommen, ist für viele Eltern ein lange und nebliger Weg. Das fängt schon damit an, dass viele gar nicht wissen, was bindungsorientierte Erziehung ist und, dass ihre eigenen Gefühle etwas mit ihrer Erziehung zu tun haben.

Ich erlebe viele Eltern, die von „normaler Erziehung“ auf Grundlage von Strafe, Belohnung und Gehorsam wegwollen. Doch wo soll es stattdessen hingehen? Als Bezugspersonen brauchen wir Werte, die uns eine Richtung angeben und Ideen, nach denen wir handeln. Im Alltag erlebe ich stattdessen häufig, dass den Kindern viele Entscheidungen überlassen bzw. aufgebürdet werden, weil Eltern „irgendwie auch nicht so richtig wissen“. Kinder brauchen aber Orientierung und jemanden an ihrer Seite, der weiß, wie es gemacht wird. Jemanden, der Vorgaben macht, die man auch hinterfragen kann. Fehlt das, müssen Kinder anfangen sich selbst zu organisieren, und da sie damit überfordert sind, kommt es nicht selten zu extremem und/oder anstrengendem Verhalten. Das muss nicht so sein!

Im Workshop werden wir uns daher gemeinsam fragen:

  • Wo wollen wir hin?
  • Was wollen wir unseren Kindern mitgeben?
  • Was werden sie brauchen?
  • Wie können wir Werte vermitteln?

Moderne Erziehungsansätze

Um uns den Antworten auf diese Fragen zu nähern, schauen wir uns moderne Erziehungsansätze an:

  • Attachment Parenting
  • unerzogen Leben
  • Bedürfnisorientierte Erziehung
  • Alpha-Parenting

Was können wir daraus lernen, wo geben sie uns Antworten auf unsere Fragen und wo liegen die Grenzen von Erziehung?

Eure Fragen interessieren mich!

Immer wieder höre ich von euch so viele tolle Fragen, die mir zeigen, wie komplex das Verlassen alter Erziehungsstrukturen sein kann. Ich würde diese Fragen gerne in den Workshop mit einfließen lassen und bitte euch daher sie mir zu schreiben. Ganz egal, was es ist: Frag mich! Es spielt keine Rolle, ob es konkrete Situationen aus dem Alltag sind, oder allgemeine Überlegungen, auf die du dir selbst irgendwie keine Antwort geben kannst. Auch, wenn du am Workshop selbst nicht teilnimmst, kannst du später hier auf dem Blog die Antwort nachlesen!

Entweder du schreibst direkt in die Kommentare oder du schickst mir eine Email an: info@kinderlärm.com

Danke schon mal und bis dann!

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