Frage nicht, wenn du die Antwort nicht hören willst!

 

Was so einfach klingt, ist mit kleinen Kindern manchmal richtig schwierig durchzuhalten. Ich ertappe mich selbst immer wieder mal dabei wie ich meinen Sohn versuche zur Mitarbeit zu bewegen, indem ich ihm etwas, was ich möchte als eine Art Frage-Vorschlag anbiete: „Wollen wir gleich nochmal Einkaufen gehen?“ oder „Ziehst du dir bitte die Regenjacke an?“. Was ich eigentlich meine wird mir immer sehr schnell klar wenn ich ein nüchternes „Nein“ ernte: Ich meine nämlich eigentlich, dass ich es von ihm erwarte (dass er mit zum Einkaufen geht oder sich die Regenjacke anzieht). Das Problem daran ist allerdings, dass ich sobald ich nach seiner Meinung frage, diese im Zweifelsfall übergehen muss, wenn er die Frage verneint. Es gibt einfach Situationen, in denen ich entscheide, und mein kleines Kind kein Mitspracherecht hat. Das ist ok, denn ich bin die, die den Überblick hat und nicht er. Es ist auch ok, wenn mein Sohn nicht mit allem einverstanden ist, was ich so entscheide, daher bin ich auch bereit seinen Protest auszuhalten. Gleichzeitig nehme ich mir aber jedesmal wieder vor, meinen Sohn nur noch dann nach seiner Meinung zu fragen, wenn ich auch wirklich bereit bein seine Meinung zu hören und zu akzeptieren. Denn mir ist wichtig, dass er weiß, dass ich ihn ernst nehme und seine Meinung respektiere, auch wenn er noch klein ist. Dasselbe wird er dann später hoffentlich auch mit anderen Menschen machen, wenn er es von klein auf so gelernt hat.

Schreibe einen Kommentar