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Wir sitzen unten in der Küche, die beiden 3-Jährigen spielen oben im Kinderzimmer. Da sagt er: Ich kann mich nicht konzentrieren, ich muss ständig daran denken, ob oben alles in Ordnung ist…Der Vater der Kindergartenfreundin ist ein Helikoptervater: Sie darf nicht alleine die Treppe gehen, weil er Angst hat, sie könnte fallen. Sie darf nur neben ihm Laufrad fahren, weil er Angst hat, sie könnte stürzen oder die Kontrolle verlieren. Sie darf im Restaurant ihr essen nicht alleine aussuchen, weil er denkt, dass sie sich nicht „richtig“ entscheidet.⁣ Egal, was sie macht oder machen will: Die Gefühle des Vaters stehen immer im Vordergrund. Seine Angst, seine Sorge, seine Befürchtungen. Wir machen viele Witze über Helikoptereltern aber eigentlich ist es alles andere als lustig. Es ist etwas, was man sich anschauen sollte.⁣
Denn, wenn wir ständig sehr emotional auf die Bedürfnisse unserer Kinder reagieren, fangen unsere Kinder
irgendwann an auf uns zu reagieren. Und das ist einfach nicht ihre Aufgabe.⁣

Kinder haben Entwicklungsaufgaben

Sich verantwortlich für die Gefühle der Eltern zu fühlen gehört nicht dazu!

Die Aufgabe der Kinder ist es, sich auf sich zu konzentrieren und nicht immer schon mit einem Auge auf Mama und Papa zu schielen, ob sie es noch gut aushalten. WIR sind erwachsen und wir müssen Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen und wenn da unangenehme Gefühle sind, die wir nur in Schach halten können, indem wir das Verhalten unserer Kinder kontrollieren, dann stimmt etwas nicht. Dann sollten wir Hilfe annehmen, anstatt das Problem an unsere Kinder weiterzugeben.⁣

Helikoptereltern sind Menschen, denen es schwer fällt ihre eigenen Gefühle von denen der Kinder zu unterscheiden.

Was du tun kannst, wenn du einen "Helikopter" in deinem Umfeld hast

✗ Nicht verurteilen
Das Verhalten und die Gefühle der Person haben Gründe
✗ Ruhe bewahren
Damit sprichst du in der Situation nonverbal die Einladung an die andere Person aus, auch ruhig zu bleiben
✗ Verhalten spiegeln
Sag z.B.: Du gehst jetzt hin, weil du es nicht aushälst! Deine Tochter wirkt zufrieden.
✗ Im Gespräch bleiben
Thematisiere immer wieder die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes, denn das ist es worum es geht. Bei
Bedarf kannst du auch dein Hilfe anbieten.

Was du tun kannst, wenn du selbst Schwierigkeiten mit deinen Gefühlen hast

✗ Atmen
Wenn wir unter Streß stehen, verändert sich auch unsere Atmung. Mit gezielt ruhigen Atemzügen können wir
uns beruhigen
✗ Analysieren
Ist die Situation wirklich so, wie ich sie wahrnehme? Wie reagieren andere?
✗ Orientieren
Wie gehen andere mit meinem Kind um? Was sagen andere über meinen Umgang?
✗ Reflektieren
Kennst du diese Gefühle aus einer anderen Situation? Passen sie zur aktuellen Situation?
✗ Hilfe annehmen
Deine Gefühle haben einen Grund und sehr wahrscheinlich liegt dieser in der Vergangenheit. Es ist keine
Schwäche, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil: Deine Gefühle zu ordnen, mit einer Beratung oder vielleicht auch
einer Therapie ist eine große Stärke und ein wichtiges Entwicklungsgeschenk an dein Kind

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