Achte (auf) das Temperament deines Kindes

Wirklich sehr lange stritten Wissenschaftler darüber wieviel unserer Persönlichkeit angeboren und wieviel erlerntes Verhalten, also Sozialisation ist. Mittlerweile geht man davon aus, dass es sich bei der Persönlichkeit eines Menschen um eine Kombination aus beidem handelt. Dabei zählt das Temperament zu den angeborenen und somit nicht veränderbaren Anteilen der menschlichen Psyche.

Die Temperamentenlehre unterteilt Menschen entsprechend ihrer Grundgemütsstimmung in vier Typen. Jeder Kategorie werden bestimmte Wesensmerkmale zugeschrieben, jeweils in positiver wie in negativer Ausprägung. Die Auseinanderstzung mit diesen Merkmalen macht klar, dass wir alle irgendwie unterschiedlich ticken. Und dass es manchmal ganz schön schwierig sein kann, das Verhalten des eigenen Kindes zu akzeptieren, weil es den eigenen Wesensmerkmalen einfach nicht entspricht.

Wenn man selbst kein besonders zu Wut und Zorn neigender Mensch ist, fällt es einem vielleicht schwerer zu akzeptieren, dass das eigene Kind doch so ist. Einfach aus seinem Temperament heraus. Das hat oftmals einfach nichts mit Erziehung zu tun. Und es ist auch gar nicht immer negativ zu bewerten. Die 4 Temperamente unterscheidet man wie folgt:

Sanguiniker

Sanguiniker eilen von Lebenseindruck zu Lebenseindruck. Ihr Interesse ist leicht geweckt, sie agieren aktiv und forsch.

Melancholiker

Melancholiker sind einfühlsame und empfindsame Menschen. Sie verkörpern eine gewisse Verlässlichkeit und wirken ausgleichend auf ihr Umfeld ein.

Phlegmatiker

Phlegmatiker sind viel mit ihrer Innenwelt beschäftigt. Äußere Dinge lassen sie eher laufen. Sie sind in ihrem Temperament ruhig und zufrieden.

Choleriker

Choleriker verfügen über ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen und Zieltrebigkeit. Ihre Gefühlswelt ist geprägt von auf-und abwogenden Empfindungen.

Nicht besser oder schlechter

Keines der vier Temperamente ist besser oder schlechter als das andere. Alle haben ihre Qualitäten und Vorteile. Und alle Eigenschaften haben bei einem „Zuviel“ einen negativen Beigeschmack. Es liegt auf der Hand, dass sich Temperamente ergänzen oder abstoßen können. Allerdings ist es einfacher mit dem Umfeld in Hamonie zu sein, wenn wir in uns ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis vorherrschen haben. Der erste Schritt liegt immer darin sich selbst so zu akzeptieren, wie wir sind. Egal, wie unser Umfeld das bewertet.

Können wir gut akzeptieren, wie wir sind, fällt es uns auch leichter andere Temperamente wertzuschätzen…

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